Depotwechsel

Depotwechsel – wie vorgehen

Die meisten Banken bieten in ihrem Portfolio zusätzlich zu den üblichen Bankprodukten auch ein oder mehrere Wertpapierdepots an. Einige Anbieter offerieren neben attraktiven Konditionen auch noch lukrative Prämien, um den Anlegern einen Wechsel des bereits bestehenden Depots schmackhaft zu machen. Im Prinzip kann das vorhandene Wertpapierdepot jederzeit und ohne Probleme gewechselt werden. Die wichtigsten Schritte für einen reibungslosen Depotwechsel haben wir nachfolgend für Sie allerdings nochmal zusammengefasst.

1. Depot auswählen

Das Depot soll natürlich günstig und an die eigenen Bedürfnissen angepasst sein. Um einen Überblick zu erhalten, hilft ein Vergleich aktueller Depots verschiedener Anbieter und Banken wie wir Ihn in unserem Depot-Vergleich anbieten.

2. Depot eröffnen

Die Eröffnung eines Depots gestaltet sich relativ einfach. Bei Filialbanken muss in der Regel dafür lediglich ein Formular ausgefüllt werden. Banken, die den “Umzugsservice” anbieten, benötigen für den Übertrag des alten Depots auch nur ein Formular.

Wer sich für ein Depot bei einer Direktbank entschiedenen hat, füllt den heruntergeladenen Eröffnungsantrag aus und führt im Nachgang das PostIdent-Verfahren durch. Der dafür notwendige PostIdent-Coupon wird mit dem Antrag zusammen heruntergeladen

Mit allen Eröffnungsunterlagen und dem Coupon für das PostIdent-Verfahren geht der Anleger zur Post, wo ein Mitarbeiter anhand des Personalausweises oder Reisepasses (mit Anmeldebestätigung) die Identität prüft. Danach erhalten die Anleger von der Bank die Depotnummer, mit der das Formular zum Depotübertrag heruntergeladen und abgeschickt werden kann.

3. Depot übertragen

Der Depotübertrag darf nichts kosten (Bundesgerichtshof, Az. XI ZR 200/03, Az. XI ZR 49/04). Da die Bank die Wertpapiere ihrer Anleger allerdings bei einer Verwahrstelle, wie z. B. der Wertpapiersammelbank Clearstream Banking AG, verwahren, entstehen Kosten für das Umschreiben des Depots. Die Banken dürfen diese Kosten an ihre Kunden weiterreichen. Dies ist häufig allerdings nur bei ausländischen Papieren der Fall.

In der Zeit des Depotübertrages, die zwischen wenigen Tagen und mehreren Wochen in Anspruch nehmen kann, können Anleger nicht handeln.

Beim Depotübertrag erfolgt die Übermittlung aller Steuerdaten automatisch, so dass nach es einem Wechsel des Wertpapierdepots ohne große Probleme möglich ist, nachzuweisen, welche Papiere steuerfrei sind, weil sie noch vor Einführung der Abgeltungssteuer geordert wurden.

4. altes Depot auflösen

Da zu den meisten Banken nur ein Übertrag ganzer Anteile möglich ist, sollten sich Anleger vor dem Übertrag informieren, ob diese sich auch um den Verkauf der Bruchstücke in ihrem alten Depot kümmern müssen. Denn einige, wenn auch noch recht wenige, Banken bieten einen “Umzugsservice” an (darunter auch Cortal Consors, ING-DiBa, DAB Bank), mit dem diese für den Kunden nicht nur die Löschung des alten Depots, sondern auch den Verkauf der Bruchstücke veranlasst.

Dies ist im Übertragungsformular nachzulesen. Um weitere Gebühren für das alte Depot zu vermeiden, muss dieses vollständig aufgelöst werden.

Wer wissen will, bei welchem Broker er die niedrigsten Ordergebühren zahlt, findet diese Information für eine Vielzahl ausgewählter Anbieter in unserem Vergleich: