Credit Default Swaps

Staaten wie Griechenland, denen das Wasser im Jahr 2010 bis zum Hals steht, setzen auf Staatsanleihen. Sie benötigen dringend Geld. Für Anleger bedeutet dies hohe Renditen, aber auch ein gewisses Risiko.

CDS als Risikoindikator für Investoren

Wer sein Risiko als Investor abschätzen will, selektiert anhand der Prämien für Credit Default Swaps (CDS). Dabei handelt es sich um Kreditausfallversicherungen.  Je höher sie notieren, desto höher das Risiko eines Bankrotts oder Zahlungsausfalls nach Einschätzung der Anleger.

Für Investoren ist das derzeitige Thema von Staatsverschuldungen eine Chance, große Gewinne zu machen. Die Märkte reagieren nicht rational auf die Krise, sodass die Risikoaufschläge bei den Anleihen übertrieben hoch sind. Angegeben werden die Preise für die Kreditausfallversicherungen in Basispunkten.

Griechenland 2010 bei CDS auf Rekordhoch

Ein Vergleich zwischen den Staaten macht deutlich, welch extreme Ausmaße die Unterschiede haben. Das Rekordhoch führt im Juli 2010 ganz klar Griechenland, das in diesem Jahr schon bei über 600 Punkten, während Deutschland im Vergleich am sichersten abschneidet und die Basispunkte hier um die 50-Punkte-Marke herumschleichen. In Zahlen bedeutet dies: Die Versicherung für eine griechische Staatsanleihe in Höhe von einer Million Euro kostete Ende April 53.170 Euro für ein Jahr. In Deutschland zahlte man bei der gleichen Summe nur 4.500 Euro.

Risikobewertung für den "normalen" Anleger

Zum Nachteil für den normalen Verbraucher ist, dass diese Statistiken der CDS, also der Kreditausfallversicherungen, für den normalen Verbraucher nicht einzusehen sind. Allerdings lässt sich das Risiko einer Staatsanleihe auch in indirekter Form an den Renditen ablesen. Denn sind die Risikoaufschläge hoch, steigen auch die Renditen. Die erkennt der Anleger durch Vergleiche.


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