DAYTRADING
Unter Daytrading versteht man eine Tradingstrategie
bzw. einen Tradingstil, bei dem Positionen an ein und demselben Handelstag
geöffnet und wieder geschlossen werden.
Der Trader schließt also spätestens zu Börsenschluss alle offenen Positionen,
egal ob sich diese im Plus oder im Minus befinden, und hält über Nacht nur
Guthaben auf seinem Verrechnungskonto.
Der Vorteil des Daytrading besteht darin, dass der Anleger bereits im
vorbörslichen Handel auf aktuelle Marktgeschehnisse reagieren kann bzw. seine
Investments nicht durch negative Unternehmens- oder Marktberichte außerhalb der
Handelszeiten getroffen wird.
Daytrading verlangt ein sehr hohes Maß an Konzentration und kann auch nur dann
erfolgreich durchgeführt werden, wenn der Trader den ganzen Tag bzw. mindestens
den überwiegenden Teil des Tages das Börsengeschehen aktiv verfolgt.
Aufgrund der kurzen Zeitspanne zwischen An- und Verkauf wird beim Daytrading mit
wesentlich engeren Stopps gearbeitet, als bei allen anderen Tradingstrategien.
Markttechnische Voraussetzung für erfolgreiches Daytrading ist eine gewisse
Schwankungsbreite der Kurse. Ob die Kurse steigen oder fallen ist einem
Daytrader im Prinzip egal, Hauptsache sie bewegen sich in eine bestimmte
Richtung. Bei fallenden Kursen agiert ein Daytrader entweder mit Optionen oder
tätigt Leerverkäufe.
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Daytrading als Strategie ist in Zeiten stagnierender Börsenkurse, also seitwärts
verlaufender Märkte, wesentlich schwieriger durchzuführen, da in solchen Phasen
Kursbewegungen fast nur auf veröffentlichten Unternehmensnachrichten oder
Marktberichten beruhen, und dementsprechend schnell gehandelt werden muss.
Charttechnisch gesehen wird beim Daytrading mit kurzfristigen Indikatoren und
Intraday-Charts auf Stunden- oder 15-Minuten-Basis gearbeitet.
Grundsätzlich lässt sich Daytrading mit allen Arten von Wertpapieren
durchführen, die sich innerhalb desselben Handelstages kaufen und wieder
verkaufen lassen.
Am interessantesten sind für den Daytrader dabei Aktien sowie Optionen auf
Aktien.
Bei letzteren profitiert er von der starken Hebelwirkung der Option im Vergleich
zum Basiswert und kann so auch schon mit relativ geringen Kursbewegungen
profitable Trades durchführen.

